Institut für Fankultur

"Man nimmt sich mit, wohin man geht." Ernst Bloch, „Tübinger Einleitung in die Philosophie

Menschen unterschiedlichster Nationalitäten, sozialer Herkunft und Schichten bezeichnen sich gerne als "Fans". Sie drücken dadurch ihre Leidenschaft und Treue gegenüber einem Verein oder Club aus, dem sie sich langfristig verbunden fühlen. Man steht zu diesem Verein, fühlt sich in guten wie in schlechten Zeiten zu ihm hingezogen, egal, ob im Sieg oder der Niederlage. "Fan" ist man immer und überall, ob man allein lebt, einen Partner oder gar Familie hat, ob in der Heimat oder der Ferne. Für diese emotionale Beziehung investiert man Zeit, Geld und auch viel Herzblut. Die oft als Kind schon getroffene Entscheidung wirkt nachhaltig und prägend, sie endet nie!

Wenn Fans ihre gemeinsame Leidenschaft mit Gleichgesinnten teilen wollen, schließen sie sich oft in Vereinen oder Fanclubs zusammen. Es entwickeln sich Symboliken, Mythen und Rituale, meist auch eine kollektive Identität, die oft auch als "Fankult" oder "Fankultur" bezeichnet wird.

Im Institut für Fankultur (IfF) untersuchen wir Frage- und Problemstellungen, die Fans und die Fankultur betreffen. Mit Blick auf die Philosophie von Ernst Bloch gilt das wissenschaftliche Interesse dem Spannungsfeld zwischen dem was diese Fans als Person sind und dem was sie im Umfeld ihrer Vereine, Stadien und Spiele tun. Wir gehen als Sport-, Sozial- und Kulturwissenschaftler im interdisziplinären Verbund verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen spezifischen Fragestellungen aus dem Umfeld der Fankultur nach und konzipieren im Dialog mit Partnern aus den verschiedenen relevanten Feldern (Fanszenen, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, usw.) zukunftsweisende Forschungsprojekte.

Aktuelles

22. Januar 2013

Prominente Verstärkung für die Uni Würzburg

Er ist ein Mann mit internationalem Renommee: James Dorsey, Wissenschaftler, Journalist und Blogger, verstärkt ab sofort das Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg. Gleichzeitig übernimmt er als Co-Direktor Leitungsaufgaben am Institut für Fankultur in Würzburg und Köln.

23. Juli 2012

Erstes Kolloquium des Instituts für Fankultur

Im Lichte der Ergebnisse des Sicherheitsgipfels, den das Bundesinnenministerium gemeinsam mit den Vertretern des DFB und der Vereinsvertreter aller Clubs der ersten drei Ligen durchgeführt hatte, trafen sich an der Universität Würzburg mehr als 20 Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zum ersten interdisziplinären Forschungsseminar des Instituts für Fankultur.

09. Juli 2012

Fußball, Fans und Fankultur

Fußball-Fans stehen im Blickpunkt eines interdisziplinär besetzten Seminars an der Universität Würzburg. Die Spannbreite der Themen reicht von der Subkultur der Ultras bis zum Zusammenhang zwischen Fußball und dem Arabischen Frühling. Interessierte Gäste sind willkommen.